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Förderprogramm

Solarkollektoren auf einer Wohnhausanlage
Quelle: AEE INTEC

Solaranlage auf Parkhausdach
Quelle: AEE INTEC

Solaranlage am Dach einer Wohnhausanlage
Quelle: AEE INTEC

Aufgeständerte Solarkollektoren auf einem Heizwerk
Quelle: AEE INTEC

Im Förderprogramm „Solarthermie – Solare Großanlagen“ unterstützt der Klima- und Energiefonds seit 2010 den Einsatz von Solarwärme in Produktionsbetrieben, in Wärmenetzen, zur Beheizung von Gewerbegebäuden und neuartige Technologien. In den bisher neun Ausschreibungen wurden 279 Anlagen gefördert, die 10. Ausschreibung startete am 14. Mai 2019. Bis zum 28. Februar 2020, 12:00 Uhr können Antragsunterlagen eingereicht werden. Im Rahmen des Programms werden fünf Themenfelder gefördert.

Themenfelder

Das Förderprogramm teilt sich in fünf Themenfelder, in denen Projekte eingereicht werden können:

Solarthermie in Kombination mit Wärmepumpe

In den letzten Jahren haben sich unterschiedliche Kombinationen zwischen Solarthermie und Wärmepumpen als vielversprechende Systemlösungen gezeigt. Im Rahmen dieses Themenfeldes werden kombinierte thermische Solaranlagen und Wärmepumpen gefördert, welche die Solarenergie entweder direkt (auf dem notwendigen Temperaturniveau des Wärmeverbrauchers) bzw. indirekt (als Quelle für die Wärmepumpe) in Abhängigkeit der Betriebszustände und Verbrauchererfordernisse nutzen.

Solare Prozesswärme in Produktionsbetrieben

Im Themenfeld „Solare Prozesswärme“ werden Anlagen gefördert, deren erzeugte Wärme im Rahmen von Prozessen verwendet wird. Dabei muss die Nutzung der erzeugten Energie im Prozess im Vordergrund stehen und zum überwiegenden Teil in diesem erfolgen, eine Mitnutzung für andere Bereiche (z.B. Warmwasseraufbereitung für Sanitäranlagen) ist jedoch zulässig. Es gibt keine Einschränkung auf den Temperaturbereich des Prozesses.

Solare Einspeisung innetzgebundene Wärmeversorgungen (Mikro-, Nah- und Fernwärmenetze)

Im Rahmen dieses Themenfelds "Solare Einspeisung" werden innovative Solaranlagen mit Einspeisung in eine netzgebundene Wärmeversorgung von WärmekundInnen gefördert. Dabei können sowohl die Anbindung an Nah- bzw. Fernwärmenetze mit Wärmeverkauf zur Versorgung von mindestens 2 räumlich getrennten Objekten,von zumindest 2 unterschiedlichen EigentümerInnen, als auch die Anbindung an innerbetriebliche Wärmenetze zur Wärmeversorgung von mindestens 2 baulich getrennten Objekten (mit eigenen Heizkreisläufen) gefördert werden. Der optimalen Abstimmung von Solaranlage und Heizkessel kommt größte Bedeutung zu. Aus Gründen der Energieeffizienz sind die Schwachlastzeiten des Heizkessels insbesondere im Sommer großteils durch die Solaranlage abzudecken.

Hohe Solare Deckungsgrade in Betrieben

Im Themenfeld „Hohe Solare Deckungsgrade“ werden Anlagen im Bereich Gewerbe und Dienstleistung gefördert, die mindestens 20 Prozent des jährlichen Gesamtwärmebedarfs des Betriebes decken. Die gewonnene Wärme soll vorwiegend für Warmwasser und Heizung verwendet werden.

Neue Technologien und innovative Ansätze

In den letzten Jahren gab es eine Reihe von Forschungsaktivitäten im Bereich der Solarthermie, die zu innovativen Lösungen geführt haben. Im Rahmen dieses Themenfelds soll eine Brücke zwischen Forschung und Markt geschlagen werden. Daher werden im Rahmen dieses Themenfelds neue Technologien und innovative Ansätze gefördert, die neuentwickelte, marktreife Technologien für große solarthermische Anwendungen in der Praxis umsetzen.